Posaunenchor Höxter

Der Posaunenchor Höxter geht in seinen Anfängen auf das Jahr 1878 zurück und gehört somit sicher zu den ältesten Bläserchören in Westfalen.

Durch stetige Nachwuchsarbeit konnte es sichergestellt werden, dass der Posaunenchor über diese lange Zeit immer eine wichtige Facette im musikalischen Spektrum der Evangelischen Kirchengemeinde geblieben ist.

 

 
Der Posaunenchor Höxter

1995 gab es eine Festschrift zum 117jährigen Jubiläum des Posaunenchores,
weil dies das 100. Jubiläumsjahr des jüngeren der beiden Vorgängerchöre war.
(Covergestaltung: Sabine Schmithals)

 Artikel über das Festkonzert
gemeinsam mit dem Auswahlensemble der Herforder Kirchenmusikhochschule

 

Auch für eine so traditionsreiche musikalische Gruppe wie den Höxteraner Posaunenchor bedeutet die Nachwuchsarbeit - gerade in einem ländlich geprägten Gebiet wie dem unsrigen - eine ständige, ausgesprochen zeitintensive Herausforderung, da die jugendlichen Bläser üblicherweise schon wenige Jahre, nachdem Sie das Spiel auf einem Blasinstrument erlernt haben, die Heimat zum Studium etc. verlassen, und überwiegend auch später nicht hierhin zurückkehren.

Diesem Sachverhalt wurde im Posaunenchor Höxter dadurch Rechnung getragen, dass über viele Jahre überproportional viele Kinder und Jugendliche ausgebildet wurden. Dabei machten sich natürlich die Synergieeffekte mit der umfangreichen, unter gleicher Leitung stehenden Kinder- und Jugendchorarbeit positiv bemerkbar.

Über lange Zeit gab es deshalb neben dem eigentlichen Posaunenchor noch einen separaten, ebenfalls vierstimmig besetzten Jugendposaunenchor, der je nach Gelegenheit eigenständige Auftritte hatte oder aber bei den Bläsereinsätzen der Erwachsenengruppen mitwirkte.

Dass es auch möglich ist, mit nur ganz wenigen erlernten Tönen und Rhythmen schon ein Spaß machendes Ergebnis zu erzielen, wenn man nicht jeden Ton auf die Goldwaage legt, und wenn einer der "Profis" aus der Erwachsenengruppe als Solist fungiert, zeigt das folgende kleine, kürzlich wieder ausgegrabene "historische" Tondokument mit dem Jugendposaunenchor aus dem Jahre 1998 (leider in schlechter Tonqualität in der halligen Marienkirche aufgenommen):

  "Historische" Aufnahme unseres Posaunenchor-Nachwuchses

Neben den jugendlichen Anfängern gab es aber in den vergangenen Jahren auch eine Reihe von erwachsenen Quereinsteigern, die von einem anderen Instrument auf Trompete, Posaune oder Horn umgesattelt oder im Posaunenchor ihr erstes Instrument erlernt haben.

Das Lieblingsrepertoire des Posaunenchores besteht, ganz anders als es das obige Klangbeispiel des jüngsten Nachwuchses vielleicht vermuten lassen würde, eindeutig in der anspruchsvollen Bläsermusik des 16.-18. Jahrhunderts, aber immer wieder gibt es auch Ausflüge in den Rock-/Pop-/Swing-Bereich.

Außer den Bläsereinsätzen in der eigenen Gemeinde (vornehmlich in Gottesdiensten und bei der Musik zur Marktzeit) gehört natürlich auch die Teilnahme an großen überregionalen Bläsertreffen dazu, angefangen von Kreisposaunentagen (der Posaunenchorleiter Jost Schmithals war viele Jahre lang auch als Kreisposaunenwart im Kirchenkreis Paderborn tätig) über Veranstaltungen des Posaunenwerkes der Landeskirchen bis hin zu den großen Kirchentagen.

Unvergesslich ist für viele immer noch die Teilnahme am 1. Deutschen Evangelischen Posaunentag in Leipzig, mit ca. 16.000 gemeinsam musizierenden Posaunenchorbläserinnen und -bläsern.

 

Musikalischer Schnappschuss vom Kirchentag in Dresden:
Ein Plüschtier-Posaunenchor, von Tobias Schmithals spontan an die Schultafel gezeichnet
im Luftmatratzen-Quartier des Posaunenchores

 
Posaunenchor-Schnappschüsse

 

Impressionen aus der Bläserarbeit:

Reihe 1: Bläserinnen und Bläser des Posaunenchores im Altarraum der Kilianikirche, und auf der Orgelempore (gespiegelt in einem Posaunentrichter) - Reihe 2: Am Ostermorgen in aller Frühe an der Weserberglandklinik, und im Leipziger Fußballstadion beim 1. Deutschen Evangelischen Posaunentag - Reihe 3: unser Bläserausbilder Arne Kienzler mit praktischem Sonnenhut, daneben machen zwei Generationen Nachwuchsbläser dicke Backen, links "Open Air" und rechts, gemeinsam mit Jost Schmithals, im Altarraum der Marienkirche - Reihe 4: Mit Kesselpauken vor einem Konzert in der katholischen Nikolaikirche, und mit "Ghettoblaster" beim Gospelday in der Fußgängerzone - Reihe 5: beim Blasen in der Klinik, und Heiligabend um 24 Uhr im zugigen Westwerk der Kilianikirche - Reihe 6: Gelegentlich wurde es unserem Nachwuchs bei unseren Einsätzen auch eindeutig zu heiß, so wie hier beim Schlussgottesdienst des 1. Ökumenischen Kirchentages in Berlin

(Bild zum Vergrößern zweimal nacheinander anklicken)