Sommer-Ferien-Musicals für Kinder

Auf dieser Seite gibt es einen Rückblick auf die Sommer-Ferien-Musicals der vergangen beiden Jahre (2012 und 2013).

Zur "Geheimseite" für alle teilnehmenden Kinder geht es hier:

Passwort eingeben: - bitte hier bestätigen: 

 

Aktueller Hinweis:

Wegen der Kündigung von Kirchenmusikdirektor Jost Schmithals gibt es im Jahr 2014 kein Sommer-Ferien-Musical in der Marienkirche!

 

 
Joseph - ein echt cooler Träumer

"Joseph" 2012 - Bild durch Anklicken vergrößerbar!

 

Unsere großen Kindermusical-Aufführungen haben bereits eine langjährige Tradition. Das im Jahr 2012 aufgeführte Musical zur Josephsgeschichte aus der Bibel - mit selbstverfassten, zeitgemäßen Schauspieltexten und der Musik von Helmut Jost und Ruthild Wilson - wurde im Rahmen einer Ferien-Musicalwoche einstudiert und aufgeführt, mit insgesamt 80 Mitwirkenden unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Jost Schmithals.

In den Sommerferien wurde eine Woche lang viel gesungen (im Chor und solistisch), geschauspielert, gemalt, gebastelt und gewerkelt, um die große Aufführung vorzubereiten.

Wie alle bisherigen Kindermusicals in der Marienkirche zeichnete sich auch dieses durch besonders liebevoll und aufwändig ausgearbeitete Kulissen und Kostüme aus (Gestaltung der Kulissen, Kostüme und Tiere: Sabine Schmithals).

Das Foto oben zeigt einige der zahlreichen Schauspielerinnen und Schauspieler des Kinderchores auf einem Teil der Bühne unseres Joseph-Musicals. Die anderen Bühnenbereiche - wie der von den Kindern mitgestaltete große Brunnen - passten leider nicht mehr mit aufs Bild.

In dieser collagenartigen Szene ist - neben orientalisch gewandeten Darstellern und ihren Kamelen - links vor dem Thron der Pharao mit seinen Bediensteten zu sehen.

Rechts unten vor dem Gefängnis, in dem der Hauptdarsteller eine Weile schmoren muss, hat sich die Fußball-Elf der Brüder Josephs aufgestellt (bei dieser Aufführung ausnahmsweise von einer reinen Damenmannschaft gespielt).

Die drei alten Tratschtanten (hinter den Fußballern), die das jeweilige Geschehen aus ihrer ganz eigenen Sicht kommentieren, sind der „running gag“ bei vielen Höxteraner Kindermusicals und gehören immer zu den begehrtesten Schauspielrollen.

Ganz rechts im Bild zwei der Kühe - eine fette und eine magere, fleischfressende - die in den sehr merkwürdigen Träumen des Pharao die Hauptrolle spielten, und die wegen ihrer Größe genauso wie die Kamele von Erwachsenen verkörpert wurden.

 
TVL - das Traumverwandlungslabor

"TVL" 2013 - Bild durch Anklicken vergrößerbar!

 

Auf den Spuren des Heiligen Kilian

In der ersten Woche der Sommerferien fand in unserer Marienkirche unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Jost Schmithals die Sommer-Ferien-Musical-Woche 2013 statt.

Eine Woche lang traf sich jeden Nachmittag eine große Schar von Kindern (die Zahl war diesmal wegen der Platzverhältnisse allerdings auf 65 begrenzt) im Alter von 6-12 Jahren, um mit anhaltender Begeisterung im Chor und solistisch zu singen, zu schauspielern, zu basteln, zu malen und zu werkeln.

Auf dem Programm stand in diesem Jahr die etwa anderthalbstündige Aufführung der Geschichte vom "Traumverwandlungslabor", kurz "TVL" die am zweiten Feriensonntag unter großer Publikumsteilnahme den Abschluss der Musical-Woche bildete.

Die skurrile Verwandlungsmaschine in Daniel-Düsentrieb-Manier, um die sich diese Geschichte rankte, hatte Sabine Schmithals bereits für frühere Aufführungen dieses Stücks im Jahr 2005 entworfen. Für das diesjährige Ferienmusical wurde dieses Wunderwerk der Technik aber nicht nur einfach wieder neu aufgebaut, sondern auch noch mit etlichen technischen Finessen upgedatet.

Bei diesem großen Musical-Projekt sangen insgesamt 65 Kinder gemeinsam im Chor; Acht von ihnen qualifizierten sich im Laufe der Woche auch - in mehreren lockeren "Casting"-Durchläufen - für die etwa 30 Solopartien des Stücks und meisterten diese in der Aufführung mit ganz erstaunlicher Professionalität. Und immerhin 40 Kinder teilten sich die zahlreichen Schauspielrollen.

Es war wieder einmal sehr beglückend mitzuerleben, wie engagiert und zugleich diszipliniert die vielen Kinder die ganze Woche hin auf die Aufführung hinarbeiteten -  und das, obwohl in der Marienkirche mit ihren großen Fensterflächen in dieser wärmsten Woche des Jahres die ganze Woche über ein Klima wie im Tropenhaus herrschte!

Wegen der tollen Mitarbeit der Kinder war es auch in diesem Jahr wieder möglich, die ganze Woche mit einem Mini-Team von nur drei Erwachsenen zu begleiten (obwohl sich auch dieses Mal wieder sehr viele weitere ehrenamtliche Helfer zur Verfügung gestellt hatten), und die Kinder so sehr selbständig und eigenverantwortlich an der Thematik arbeiten zu lassen.

Gemeinsam mit der Grafik-Designerin Sabine Schmithals betreute Natalia Barsukov, Kirchenmusikerin in Steinheim, die parallel zu den Schauspielproben erfolgenden kreativen Arbeiten, wie Malen, Flechten und Basteln, während der Design-Student Tobias Schmithals den Kindern beim Sägen, Bohren, Schrauben und Schmirgeln half.

Zwischendurch bildeten die Kinder dann immer wieder Schauspielgruppen, die in wechselnden Zusammensetzungen ganz selbständig und mit viel Fantasie die einzelnen Szenen probten. Jost Schmithals brauchte ihnen nur noch hier und da ein paar Tipps zu geben und konnte die einzelnen Teile dann zu einem großen Ganzen zusammenbinden.

Obwohl wie üblich erst in der Wochenmitte festgelegt wurde, wer welche Schauspielrolle übernehmen durfte, lief bei der Aufführung am Sonntag auch diesmal wieder alles rund, und das in großer Zahl in die Kirche geströmte Publikum konnte mit Spannung die über weite Strecken sehr amüsante Geschichte vom Traumverwandlungslabor verfolgen.

In einigen einleitenden "Werbespots" pries das TVL-Personal zunächst die angeblichen Vorzüge des "Traumverwandlungslabors" und stellte die Möglichkeit heraus, sich ganz nach Wunsch verwandeln bzw. verschönern zu lassen. Natürlich traute sich aus dem Publikum – erwartungsgemäß – niemand in die doch sehr merkwürdig aussehende Maschine!

Aber da war ja noch der Hauptdarsteller Hugo Hermann Hühnerbein (Charlotte Venken), der schon immer wegen seines merkwürdigen Äußeren gehänselt worden war und deshalb das Angebot der TVL-Mannschaft dankbar annahm.

Nachdem dann mehrere Verwandlungsversuche unter großem Getöse der Maschine - und zum oft ebenso großen Vergnügen des Publikums - gründlich schiefgelaufen waren, kam Hugo Hermann Hühnerbein schließlich wieder äußerlich unverwandelt aus der Maschine heraus. Aber jetzt hatte er sich plötzlich innerlich verwandelt: in St. Kilian (Miriam Avenhaus), den Namensgeber unserer Kilianikirche!

Da Kilian ein iroschottischer Mönch war, sprach er nun mit ausgesprochen britischem Akzent. Nicht nur die Erwachsenen im Publikum hatten ihre Freude daran, dass sie seine Worte synchron an der Rückwand über der Bühne mitlesen konnten, und zwar in der Lautschrift eines Sprachführers für britische Touristen ("Hoogou Hairmun Hewnerrbighn", "trowmfairvarntloonksmarsheaner") - die Kinder hatten in den Tagen zuvor 793 Buchstaben ausgeschnitten und zu großen Plakaten zusammengeklebt!

Auf diese Weise erfuhr das Publikum dann eine ganze Menge über den Heiligen Kilian. Der "Kilian-Song" (auf die bekannte Melodie "Highland Cathedral") wurde von den Kindern mit ganz besonderer Begeisterung und Inbrunst gesungen - was bei den Zuhörern massives Gänsehautgefühl auslöste (so wurde es jedenfalls hinterher berichtet).

Im Anschluss an den tosenden Schlussapplaus der begeisterten Zuhörer sangen die Kinder noch einmal gemeinsam mit dem Publikum aus voller Kehle "Ja, so möchte ich sein, wie St. Kilian sein", und zur Belohnung fürs Zuhören und Mitsingen bekamen anschließend alle Kinder und Erwachsenen im Publikum noch einen Stempelabdruck mit dem Bild der Kilianikirche. Jedes Kind durfte sich dann auch einen der im Laufe der Woche selbstgebastelten Kilian-Stempel als Andenken mit nach Hause nehmen.

Ein Besuch unserer Kilianikirche war übrigens angesichts dieser Thematik ebenfalls Bestandteil der prallvollen Musical-Woche gewesen; die Projektteilnehmer hatten dabei in kleinen Gruppen die steile Emporentreppe erklimmen und den "Kilian-Song" auch einmal zu den festlichen Klängen der Kiliani-Orgel schmettern dürfen.

 

So sah die Maschine bei einer Aufführung im Jahre 2005 aus
Archivfoto durch Anklicken vergrößerbar!

 
Unsere bunte Bildersammlung

Bild durch Anklicken vergrößerbar!

 

Viele weitere Musical-Bilder (wie z.B. das untenstehende Archivfoto von einem Gespenstermusical in der Aula des KWG) gibt es auf unseren Seiten über die Kinder- und Jugendchorarbeit!

  ... und hier geht's direkt zu unserem Bilderkarussell. - Viel Spaß!